Der Herbst ist sehr stark voran geschritten und macht dem Winter schon fast Platz. In den letzten Tagen sinkt die Temperatur auf minus Grade und unsere Heizung im Mobilheim hat ganz schön zu tun, um es warm genug zu machen. Wir hatten eigentlich vor, noch ein paar Tage mit Knuffel an den Niederrhein zu fahren, mit Übernachtungen. Das haben wir uns nun gespart, wir schlafen dann doch lieber im warmen Mobilheim-Bett und so haben wir lediglich ein paar sehr schöne Tagesausflüge mit Knuffel unternommen. Das war genauso interessant. Schaut mal, welche Orte wir besucht haben und davon wieder wunderschöne Fotos gemacht haben. Viel Freude dabei.





Rees, eine Stadt am Niederrhein. Der Name Rees soll auf „Rys“ = Reis = Rees (Weidengehölz mit Röhricht) zurückgehen. Schon an der schönen Rheinpromenade sehen wir die alte Stadtmauer und einige Relikte aus vergangenen Zeiten. Die verschiedenen Türme zeugen ebenfalls davon. Bereits um 700 n.Chr. wurde hier eine Kirche erbaut. Am 14. Juli 1228 erhob der Kölner Erzbischof die Siedlung mit etwa 150 Gebäuden und 600 Bewohnern zur Stadt. Rees gilt damit als älteste Stadt am unteren Niederrhein.
Überall stehen nette Skulpturen, die zu betrachten den Spaziergang noch interessanter macht.



Es gibt sogar einen Skulpturen Park am Ende der Promenade. Leider ist der Mühlenturm geschlossen, den hätten wir gerne noch von innen angeschaut. Alle Skulpturen sind benannt, wie z.B. die beiden am Rhein sich unterhaltenden Mädchen: “Zwiegespräch”; die Säcke tragenden Männer: “Rääße Sackendräger”. Sie trugen die Waren von und auf die Schiffe; der Junge mit Ziege stellt dar, dass Rees bis zum 1. Weltkrieg viel Ziegenhaltung hatte…






Die katholische Kirche überragt den kleinen Ort am Rhein und ist schon von der Rheinbrücke aus zu sehen. Sie hat ebenfalls eine interessante Vergangenheit, denn im 2. Weltkrieg wurde sie sehr zerstört und später modern wieder aufgebaut. Die vielen gusseisernen Bildfiguren an der Haupttüre sehen von innen nach draußen bei Sonnenschein besonders gut aus.





Gleich neben dem Marktplatz, wo auch ein paar Restaurants und Cafés, sowie die Touristinfo sind, steht der “Rhinkieker”, der Rheingucker. Er schaut zum Rhein und lädt zum Essen in das nebenan stehende Restaurant ein. Haben wir gemacht.


Auch in Rees werden die gefallenen Soldaten der beiden Kriege geehrt, dies ist auf dem Platz der ehemaligen Bastei.


Xanten am Rhein. Wer hat nicht schon von dieser Stadt, in der die Römer auch ihre Spuren hinterlassen haben, gehört? Wir waren schon ein paar Mal hier, meistens zu Besuch im großen und bekannten archäologischen römischen Park. Diesmal ist es nur ein kurzer Besuch in der Altstadt. Tatsächlich gibt es hier schon einen kleinen Weihnachtsmarkt gleich hinter dem imposanten Dom.



Die Kriemhild Windmühle beherbergt im Inneren seit vielen Jahren einen Bioladen und Bäckerei mit Gebäck und Brot aus eigener Herstellung. Die oberen Räume der Mühle können besichtigt werden; das hatten wir bereits vor einigen Jahren schon gemacht. Aber leckeres Mühlen- Brot erstehen wir dennoch.
Am Wall und der Stadtmauer stehen einige imposante Türme. Durch das Stadttor gelangen wir direkt zum Dom und in die Altstadt mit schönen wirklich sehr alten und gut erhaltenen Gebäuden. Eines der ältesten Häuser ist aus dem 15. Jahrhundert.





Das Rathaus befindet sich gleich neben dem Weihnachtsmarkt, aber es singt gerade auf der Bühne am Weihnachtsmarkt jemand so schräg, dass wir es vorziehen uns wieder zurück zu ziehen. Doch die Stadt ist sehr nah an uns, wir können sicher noch oft hierhin fahren.

Wie heißt der Bürgermeister von Wesel? Esel…🫣 Dieser aus dem 19. Jahrhundert stammende lustige Reim ist bis heute geblieben. Die Stadt Wesel hat diesen Ruf aufgegriffen und den Esel zu einem ihrer Werbesymbole und Wahrzeichen gemacht. Man findet ihn heute als Statuen und Souvenirs in der ganzen Stadt.




Durch die günstige Lage an Rhein und Lippe war Wesel eine bedeutende Handelsstadt. Ab dem 15. Jahrhundert trug die Tuchherstellung zum Wohlstand der Stadt bei. Besonders schön anzusehen ist die historische Rathausfassade am großen Markt gleich neben dem Willibrordi-Dom. Das ursprüngliche Rathaus wurde im Jahr 1456 errichtet.




In beiden Kriegen, besonders aber 1945 wurde die Stadt Wesel nahezu vollständig zerstört. Mit den Jahren hat man einige besondere Bauwerke wieder nach alten Plänen aufgebaut.




Das Berliner Tor ist das östliche Tor der ehemaligen Stadtbefestigung. Es wurde 1718 bis 1722 im preußischen Barock erbaut. Zur Zeit wird die Fassade restauriert und an der anderen Seite befindet sich gerade eine Eislaufbahn.

Die Innenstadt mit der Fußgängerzone lädt zum Verweilen und Shoppen ein. Das längere Verweilen ist uns bei den derzeitigen Temperaturen jedoch nicht so recht, shoppen wollen wir nicht, also gehen wir zu den Resten der Zitadelle. Wesel war militärisch geprägt mit einer Festung und der Zitadelle und daher im 2. Weltkrieg von starken Zerstörungen betroffen. Von der Festung sind einige Gebäude erhalten geblieben. – Insgesamt haben uns aber die Städte Rees und Xanten besser gefallen.






Die Weseler Brücke über den Rhein ist bei Dunkelheit beleuchtet. Wenn ein wolkenfreier Abendhimmel ist, lohnt sich ein Foto.

Nun haben wir doch noch ein paar nette Orte besucht und können uns jetzt auf die festlichen Tage besinnen.
Wir beginnen beim Advents-Basar der “ritterlichen Tafelrunde”, wo Micha wöchentlich ehrenamtlich tätig ist. Demnächst werden wir weitere Weihnachtsmärkte besuchen und hier und dort mithelfen. Alles ist bereits festlich geschmückt und für die Weihnachtstage vorbereitet. 🎄🎁



Als Rückblick für dieses Jahr hatten wir zwar nicht so viele längere Reisen im Ausland, dafür uns aber hierzulande umgeschaut. Wir haben neue Kontakte geknüpft, nette Menschen kennengelernt, leider uns auch von anderen liebgewonnenen Menschen verabschieden müssen und von hier am Niederrhein das Weltgeschehen verfolgen können. Wir sehnen uns so wie viele Menschen aus aller Welt sehr nach dem Frieden und nach mehr Gerechtigkeit!
Wir werden an den Feiertagen sowohl in Düren und in Berlin bei unseren Kindern und Enkeln feiern.

Euch ihr lieben und treuen LeserInnen wünschen wir eine besinnliche Zeit, friedensvolle Feiertage und eine gute und warme Winterzeit.
Bis bald im neuen Jahr 2026 grüßen euch ❤️-lich SuMi.



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