Jubiläum und Abschied

Nun ist er weg! Und ich bin hier. Micha ist bereits in Griechenland angekommen, ich habe vorhin noch mit ihm telefoniert. Wie er schon im vorigen Blog erwähnte, wird er diesmal in Thessaloniki als Flüchtlingshelfer eingesetzt. Ich bin derweil „Strohwitwe“ und warte die nächsten 3 Monate auf Michas Zurück-kommen; wenn ich auch weiß, dass er das in jedem Fall tut und die Arbeit, die er dort macht wichtig und gut ist. (Darum lasse ich ihn auch gehen.)

Vorher aber hatten wir beide noch ein wunderschönes gemeinsames Wochenende mit tollem Wetter und meinem Wunschtraum, der in Erfüllung gegangen ist. Das hatte ich mir zu meinem 60. Geburtstag gewünscht…

 

Ich wollte gerne einmal in einem urigen, bunten, schrägen Baumhaus (Hotel) übernachten. Wir buchten es rechtzeitig schon im Frühjahr, immer mit Blick auf die Coronamöglichkeiten. Das Baumhaushotel „OaseWeil“ in Weil in Schönbuch, nahe bei Stuttgart besteht aus 8 Baumhäusern, ganz individuell, bunt, lustig und kreativ. Ganz so wie ich bin und es mag. Es gibt dort verschiedenene Größen von Häusern, jedes hat einen anderen Namen und das Frühstück wird einem im Korb an die Haustür gebracht, mit Wunsch-Uhrzeit.

Drum herum ist viel Natur, sehr viel Grün, viele Vögel, Hasen, ein Bach, ein Hochwasserrückhaltebecken Segelbach, eine Reithalle mit Pferden und sogar ein Kamelhof. Da die Sonne am Wochenende nach meinem Geburtstag am letzten August wunderbar warm schien, hatten wir mehr als Glück, konnten spazieren gehen, auf dem eigenen Balkon essen und so richtig unser letztes Wochenende vor Michas Abflug genießen.

Wir hatten ein verlängertes gemeinsames Wochenende ab Donnerstag nach meiner Arbeit bis einschließlich Montag; so war reichlich Zeit auch zusätzlich zum Chillen in der Natur und den Baumwipfeln uns etwas Kulturelles anzuschauen. Also fuhren wir in den nächsten Ort Waldenbuch und betrachteten dort sehr amüsiert und interessiert das „Museum der Alltagskultur“ im Schloß Waldenbuch. Dort war gleichzeitig eine Ausstellung, sowie gute Tipps  zur Nachhaltigkeit. Beides harmonierte sehr gut miteinander. Anschließend spazierten wir noch durch den Altstadtkern dieses kleinen Ortes in Baden Würtemberg.

Gerne hätte ich weitere Tage im Baumhaus verweilen können; für mich war die Höhe optimal, Micha hingegen musste oft seinen Kopf einziehen. Aber wir hatten ja nicht so viel Zeit, zudem ist es schon ein wenig kostenspielig und mehr Tage wären einfach zu teuer geworden. Aber es ist auch mal nett ohne unser TrauMobil irgendwo anders zu nächtigen. Sicher habt ihr schon bemerkt, dass unsere Reise- Blogeinträge nicht nur solche mit unserem treuen Mobil sind, sondern auch wie hier und bei Michas (Solo) Reisen ohne dies. Wir möchten euch gerne teilhaben lassen an unserem Reisevergnügen, egal wo, womit und wie.

Viel zu schnell nahmen wir Abschied von „unserer Windhexe“ und fuhren nach Stuttgart. Hier waren wir 2 Nächte im „Harambe-Afrika“ Hotel untergebracht. Nett von außen zu betrachten, aber sonst kein Vergleich zu dem individuellen Baumhaus. Es wurde auch kein Frühstück angeboten, so kauften wir uns beim Bummel durch die volle Stadt Brötchen und Aufstrich, sowie Eis Latte Macciatto, der trotz unserer Kühltasche am nächsten Morgen lauwarm war.

Wir relaxten auf der Wiese vor dem Schloß, wie wir es schon einige Male bei den Evangelischen Kirchentagen taten, nur dass diesmal keine „kirchlichen“ Stände aufgebaut waren, sondern ein schöner Gemüse- und Bio Markt. Statt irgendwelcher netten christlichen Lieder und Kundgebungen gabs dafür eine laute „Anti Corona“- Demo; die wir kopfschüttelnd ob der Menge von unserer Picknickdecke aus betrachteten. Wir finden es schade, dass es so viele Gegner gibt. Micha und ich sind froh, dass wir unsere 2 Impfungen bereits länger hinter uns haben.

Am Abend schauten wir uns noch einen netten Film im Kino an.

Tags darauf fuhren wir mit der U-Bahn zum Stuttgarter „Höhenpark Killesberg“, einem großen Freizeitpark mit mehreren (Spring-)Brunnen, einem 40 m hohen Turm mit Panoramablick, Streichelzoo, etlichen wunderschönen Blumenrabatten und einer alten Dampfbahn; wie der Schwabe sagt: dem Bähnle. Wetterbedingt waren viele Menschen unterwegs, aber der Park ist so groß, die Wiesen so einladend zum Hinlegen, die Cafés so lecker, dass Platz für alle war. Wir genossen den ganzen Tag mit allen Sinnen und unserem Zusammensein.

 

Ja und dann kam der Abschied voneinander. Nach dem Einchecken im Stuttgarter Flughafen hieß es ein letztes Mal für die nächsten 3 Monate in die Arme nehmen, Abschiedsküsse und winken bis wir uns nicht mehr sehen konnten.

Es war ein wunderschönes Wochenende mit meinem Schatz. Danke, besonders Irmgard und Margrit, die mit dem großen Geldgeschenk zu meinem Geburtstag uns bei den Kosten unterstützt haben und Danke Micha, dass du immer bereit bist, dich auf so jecke Ideen von mir einlässt und mitmachst.

Danke hier auch noch allen lieben Menschen, die bei dem tollen Video zu meinem Geburtstag mitgewirkt haben, die mir gratulierten und mir liebe Wünsche, Geschenke und Grüße überbrachten. Ich trage sie alle in meinem Herzen.

Eure Susanne (diesmal ohne Micha und TrauMobil)

 

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