Noch nicht das Ende der Reise

Wer nun liest, wo wir derzeit sind und wo wir den Beginn des neuen Jahres 2020 feierten, mag vielleicht erstaunt sein; zumindest jedoch all diejenigen, die nicht so regelmäßig unseren Reiseblog verfolgen. Möglicherweise werden einige Leser denken, nun sei unsere Europareise mit unserem TrauMobil beendet. Voller Freude können wir jedoch sagen, dem ist nicht so…

Seid nun also hier gespannt über unseren neuen Reise Bericht mit den letzten Neuigkeiten:

In Griechenland wollten wir eigentlich unseren Winter verbringen, doch dann kam Michas Infekt und vor allem lang andauernder heftiger Husten. Bei einem weiteren Arztbesuch in Volos diagnostizierte der Arzt eine „gefleckte Lunge“, weil er auf dem Röntgenbild merkwürdige Flecken sah. Er empfahl uns, doch besser einen deutschen Arzt zu konsultieren. So entschlossen wir uns doch noch vor den Feiertagen nach Deutschland zu fahren.

Innerhalb kürzester Zeit mit nur drei Übernachtungs-Stopps in Skopje (Nordmazedonien), Szeged (Ungarn) und Lednice (Tschechien) fuhren wir nach Deutschland.

In Skopje konnte ich am Abend noch im Dunkeln einige der historischen Bauwerke mit stimmungsvoller Beleuchtung betrachten, während Micha bereits im Bett lag. Am großen Platz „Macedonia“ entdeckte ich sogar einen kleinen Weihnachtsmarkt.

In Serbien kurz vor Belgrad machte uns auf der Autobahn plötzlich ein Pkw – Fahrer auf unser Vorderrad aufmerksam, indem er wild gestikulierend darauf zeigte und schließlich am Fahrbahnrand vor uns hielt. Nach anfänglicher Skepsis von uns erklärte er in fließendem Deutsch, er habe unsere Reifen merkwürdig gefährlich eiern gesehen und empfahl uns bald eine Werkstatt aufzusuchen. War es Zufall oder doch ein ausgeklügelter Plan, denn er kannte eine Werkstatt und meinte, wir sollten ihm folgen.

Sowohl der Werkstattinhaber als auch sein Mitarbeiter meinten, es sei ein Achsenbruch und boten an, dies so schnell wie möglich zu reparieren.  Nach kurzem Überlegen beschlossen wir dann lieber auf eine Reparatur zu warten, als evtl. im schlimmsten Fall mit einem kompletten Achsenbruch einen Unfall zu verursachen. Zugegeben, wir waren vielleicht etwas zu naiv und gutgläubig so kurz vor Weihnachten, denn es wurde mächtig teuer – aber alles war fertig repariert und nach ein paar Stunden konnten wir tatsächlich trotz einsetzender Dunkelheit unsere Fahrt fortsetzen.

Bis auf heftige Regenschauer und düsterem Nebel schafften wir es zunächst für eine Übernachtung nach Ungarn, tags darauf über die Slowakei bis nach Tschechien und schließlich bis nach Dresden.

Der Wohnmobil-Stellplatz „Am Blüherpark“ war erstaunlicherweise rappelvoll – wie ebenso der berühmte „Dresdner Striezelmarkt“, über den wir kurz schlenderten, nachdem wir in der Frauenkirche sogar noch einen Gottesdienst zum 4. Advent besucht hatten.

Das am folgenden Tag zwölf Stunden lange Warten in der Uniklinik mit einer speziellen Lungenabteilung hatte schließlich als Ergebnis, dass Michas Lunge frei sei, lediglich ein Virus, der bereits auf dem Weg der Besserung wäre. Alle Ergebnisse, das Blutbild, EKG, sowie das dortige Röntgenbild fielen gut aus.

Na dann = frohe Festtage. Den „Heiligen Abend“ verbrachten wir gemeinsam in unserem gemütlichen und schön geschmückten TrauMobil. Vorher genossen wir ein wunderbar ergreifendes Weihnachtskonzert mit dem Kruzianerchor in der bekannten Dresdner Kreuzkirche.

Am 1. Weihnachtstag trafen wir uns mit unseren beiden in Berlin lebenden Kindern Jesko und Jelka dort und hatten eine schöne gemeinsame Zeit des Wiedersehens mit einem Festessen. Am Abend fuhren wir weiter nach Fürstenberg/Havel zu Michas Zwillingsschwester. Sie wohnt dort und wir durften bis zu Michas Genesung im großen Gästezimmer nächtigen und in ihrem Haus bleiben.

Am 2. Weihnachtstag fuhren wir mit dem Zug nochmal nach Berlin, um dort mit meiner Nichte samt Familie zu feiern. Auch unsere beiden Kinder waren wieder anwesend, sowie meine Schwester aus Bonn. Es war eine schöne und gesellige Feier in großer Familienrunde.

Silvester verbrachten wir mit Michas beiden in Fürstenberg wohnenden Schwestern samt deren Partnern.

In Fürstenberg war es schon ein wenig frischer als in Griechenland, doch der Kamin in der guten Stube knisterte und wärmte uns. * Dennoch hustete Micha weiterhin zu viel und zu heftig. Ein erneuter Arztbesuch bestätigte unsere Befürchtung: Eine Lungenentzündung.

Mithilfe von Antibiotika, guter frischer Luft bei kurzen Spaziergängen am Röblinsee ganz in der Nähe des Hauses, leckerem Essen und der guten Pflege von „Frau und Schwester“ wurde es von Tag zu Tag endlich besser.

In dieser Zeit hatten wir zusätzlich die Möglichkeit zum Wäsche waschen, unsere Kinder erneut in Berlin zu besuchen und unser TrauMobil zum TÜV zu bringen sowie beim dortigen Wohnmobil-Händler die Silikondichtung am Dach reparieren zu lassen, denn die Feuchtigkeit drang mittlerweile dort ein.

* Über den Kontakt zu Aristea aus Griechenland erfuhren wir, dass es kurz vor Weihnachten dort geschneit hatte. Da war es wohl hierzulande doch tatsächlich wärmer.

Irgendwann fühlte Micha sich wieder fit genug und wir setzten unsere Reise fort, nicht ohne den gebührenden Dank an seine Schwester für ihre spontane Bereitschaft, uns bei ihr eine Weile wohnen zu lassen.

Auf dem Weg besuchten wir liebe Freunde und Verwandte und machten einen kleinen Abstecher in die Stadt Weimar. Goethe und Schiller als Denkmal, sowie deren ehemalige Wohnhäuser und anderes zeigten uns einmal wieder, wieviel Interessantes und Sehenswertes es auch in Deutschland zu entdecken gibt. Doch vorerst werden wir uns nochmal anderen Ländern in Europa widmen.

Nun in Troisdorf in unserer kleinen Wohnung angekommen, werden wir eine kurze Weile bleiben, bis Micha wieder vollständig reisefähig ist, bis liebe Menschen hierzulande besucht wurden und bis uns das Reisefieber wieder woanders hintreibt.

Wo dies sein wird, lest dann in unserem nächsten Reiseblog.

In diesem Sinne wünschen wir allen ein gutes und wunderschönes, ereignisreiches neues Jahr und vor allem für Jeden stets gute Gesundheit.

Eure SuMi – im Wohnzimmer – mit dem TrauMobil vor der Tür.

 

 

 

 

8 Antworten auf „Noch nicht das Ende der Reise“

  1. Liebe Susanne und lieber Michael,
    wünsche euch von Herzen ein gutes, friedvolles und vor allen Dingen nun gesundes Jahr 2020.
    Habe schon mit Sorge die letzten Einträge verfolgt und freue mich, dass Michael auf dem Wege der Besserung ist.
    Bin gespannt wohin euch die Reiselust dann wieder treibt…
    Passt gut auf euch auf und bis bald lieben Gruß
    Karla

    1. Besten Dank, liebe Karla. Wir sind auch gespannt. Noch liegt kein Plan vor, denn derzeit ist’s ja überall ein wenig frisch und eher unfreundlich, wenn auch dennoch viel zu warm für diese Jahreszeit. Also abwarten bis zum nächsten Blog. Allerbeste Grüsse von uns.

  2. Das freut mich aber sehr, dass es euch soweit gut geht und eure Reise weitergehen kann ? wünsche euch weiterhin viel Freude, Gesundheit und Gottes Segen ? bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht ?

  3. Hallo Susanne und Michael,
    war ja dann heftiger als zuerst gedacht,aber schön zu hören das es Michael wieder besser geht.
    Dann wünsche ich Euch auch zu Hause eine angenehme Zeit und bin gespannt wo Euch das Reisefieber demnächst wieder hintreibt.
    Bis dahin wünsche ich Euch alles Liebe und bleibt gesund .
    Liebe Grüße, Renate

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