Schweden: Lappland, Mücken, ABBA und Pippi Langstrumpf

In Östersund, in Mittelschweden steht das große „Jamtli-Museum“. Es ist eine Art Freilichtmuseum und eine historische Reise in das Jämtland der vergangenen Epochen zwischen dem 17. Jh. bis hin in die Neuzeit um 1975. Besonders schön finden wir, dass alle dort angestellten Personen in der entsprechenden Kleidung dieser Jahre ein spezielles Handwerk oder eben Dinge aus dem damaligen Leben darstellen und darin wirken. So schauen wir zwei jungen Spinnerinnen bei ihrer Arbeit zu, wie auch einer Wäscherin, wir dürfen von einer Bäckerin gerade frisch gebackene noch warme Kekse (ganz ohne Zucker und sehr köstlich) probieren, wie ebenso einer anderen Bauersfrau, die den für damals typischen Teig zum Fladenbrot zubereitet. Auch hier gibt’s eine Kostprobe und ich erstehe noch ein paar fertig gebackene Fladen. Alle Mitarbeiter sprechen perfekt englisch und geben gerne Auskunft über ihre Tätigkeiten. Neben der kleinen Kirche aus dem 18. Jh. steht der Glockenturm. Als Micha am sehr hoch hängenden Strick zieht, läutet die Glocke laut hörbar. Gleich darauf kommt ein „Kirchenmann“ mit roter Mütze und ermahnt Micha, warum er denn die Feueralarmglocke läutet, wo es doch gar nicht brennt. Er spricht deutsch und erklärt uns schmunzelnd, dass die Glocke damals ebenso den Nutzen zum Feueralarm hatte. Im vorderen Bereich kommen wir zu den 60ern mit schicken Autos vor einer typischen Tankstelle. Noch ein wenig weiter werden wir Zuschauer eines kleinen Theaters aus den 70ern. Leider ist alles auf Schwedisch und wir verstehen nichts. Im Keller des Museumhauses wird einiges über die Geschichte der Wikinger und das Leben der Lappen, sowie anderer nordischer Volksstämme ausgestellt und gezeigt. Alles in allem, ein lohnenswerter Besuch, wenn auch deftig teuer.

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