Sehenswerte Seen, und eine schreckliche Zeit

Wir sind gerade sehr betroffen und es macht uns unendlich traurig, was da gerade im Osten Europas passiert. Doch während dort in der Ukraine der Krieg ist und wir täglich mit den schrecklichen Nachrichten konfrontiert werden,  geht dennoch hier bei uns das Leben weiter. Das Thema Corona rückt da schon fast in den Hintergrund,  obwohl gerade in unserem Umfeld immer mehr Menschen an der Omikron Variante erkranken, bei Micha und mir Kollegen,  sowie Kunden, bzw. Kinder. Wir sind bisher hiervon zum Glück verschont. – Beim Krieg von Russland gegen die Ukraine sind wir ziemlich machtlos und doch versuchen wir den Ukrainern zu helfen, wo wir können. Wir haben unser kleines Gästezimmer als (Not-)Unterbringung für Flüchtlinge aus der Ukraine in unterschiedlichen Foren angeboten, leider bisher noch keine konkrete Antwort bekommen. Ich werde zusätzlich durch eigene Geld-Zugaben und dem bisher noch erfolglosen Verkauf meiner selbst kreierten  Ohrringe und anderer Schmuckstücke Geld an die Diakonie-Katastrophenhilfe spenden. Und sonst hilft nur Hoffen und Beten. Wir sind ständig mit den Gedanken bei den vielen aus Kriegs- und anderen Gründen fliehenden Menschen, nicht nur denen aus der Ukraine. Doch an manchen Wochenenden müssen wir an etwas anderes denken, uns erholen und fahren mit dem TrauMobil weg.

Wir fahren nicht so sehr weit weg; denn ganz in der Nähe gibt’s auch schöne  Gegenden und nette Seen. Zum Beispiel in knapp 1:10 Std von uns sind wir in Brüggen, welches wiederum nur eine halbe Stunde vom holländischen Roermond entfernt liegt.

Dort auf dem fast voll besetzten holländischen Stellplatz am Hafen mit gerade mal noch einem Platz für eine Nacht, wandern wir im strömenden Regen entlang an der Maas und durch die nette Stadt. Den Stellplatz-Preis für 18,50€ ohne WC (wegen Winter noch geschlossen) und VE und ohne Mülleimer finden wir ziemlich happig, daher freuen wir uns Tags darauf über den Womo-Stellplatz von 5 € in der kleinen deutschen Stadt Brüggen. Hier gibt’s sogar Wasser,  VE, Mülleimer und gleich um die Ecke einen Rewe samt Bäcker  und zur anderen Seite hin den Wald mit tollen Rad- und Wanderwegen.

Wir radeln entlang der Schwalm zu verschiedenen kleinen Seen (dem Hariksee, Borner See, den Elmpter Schwalmbruch Seen, Laarer See und einige kleine Angler Seen). Dann an die alte Burg in Brüggen und wir sind begeistert, was NRW zu bieten hat.

Ebenso in NRW, in der Nähe von Soest, Warstein und Paderborn liegt der große und schöne Möhnesee. Er ist mit seinen über 10 km² der zweitgrößte Stausee in Nordrhein-Westfalen, eine Umrundung des Sees am Ufer ist ca. 45 km lang. Tief unter ihm liegen laut historischer Tafeln noch Teile von alten Brücken begraben und sogar auch einige Häuser, die bei einer Flutwelle überschwemmt wurden. Seit den 60er Jahren jedoch gehört der Möhnesee,  auch als Badesee zu den beliebtesten Ausflugszielen besonders für die Menschen aus dem Ruhr- und Dortmunder Raum, aber auch weit darüber hinaus. Auch wir genießen es,  diesen See im endlich schönen Sonnenschein zu umradeln. Das schafft man ohne Unterbrechung in ca. 2 Stunden.  Bei uns dauert es länger,  denn wir halten immer wieder mal an, verweilen, essen zu Mittag, fotografieren und genießen.

Unser erster Stellplatz ist kostenlos, zwar ohne „alles“, nahe am Wald und eher etwas für Alternative und Freisteher, aber wunderschön und sehr ruhig. Dafür müssen wir etwas länger zum See radeln. Hierbei kommen wir durch die Orte Körbecke und Delecke, beide am Möhnesee gelegen.

Nach einer morgendlichen Radtour durch einen ziemlich abgeholzten Wald und zu Eis gefrorenen Pfützen fahren wir mit dem TrauMobil nach Warstein, um dort die „Bilsteiner“ Tropsfsteinhöhle zu besuchen. Dann geht’s wieder zurück zum großen See.

Da wir noch einen Tag länger frei haben,  gönnen wir uns trotz allem noch den relativ teuren Platz mit Terrassen ähnlichen Stellplätzen und mit Blick auf den See.  Hier gibt’s  für 22 € allen Service für Womos, sogar eine herrlich warme  Dusche. Der Platz  liegt unweit der Staumauer und Möhnetalsperre, die wir mit den Rädern und per Pedes besuchen und betrachten.

Während wir hier stehen und dem Sonnenuntergang zusehen können, bei abendlichen minus 4 Grad, verfolgen wir gleichzeitig die Nachrichten im Internet und Radio. Es macht uns sehr wütend und so hilflos. Wir können fast nur hoffen und da helfen, wo es uns möglich ist (siehe oben). Eine liebe Bekannte schickte mir per Whatsapp einen wirklich guten Text von Mahatma Gandi. Was er schon damals sagte, ist wahr und so nehmen wir es mit in unsere Gedanken und in unser Herz und geben die Hoffnung nicht auf.

In diesem Sinne.

Eure SuMi und das TrauMobil

Hier noch ein Gebet für alle, die verzweifelt und hilflos sind wie wir:

Herr, du mein Gott,
du Gott des Friedens,
wir haben Krieg.
Es ist Krieg in der Ukraine,
Krieg auf der Welt. 

Ich leide mit.
Ich weine mit den Menschen
im Kriegsgebiet. 

Hilf Herr, du mein Gott,
ich bitte dich, hilf.
Hilf den Menschen in der Ukraine,
hilf denen, die flüchten müssen,
bleib bei denen, die verzweifelt
und in Angst zurückbleiben,
stärke die, die jetzt sinnlos
um ihr Leben kämpfen müssen
und sich fürchten vor dem Tod. 

Tröste die Mütter,
tröste die Väter,
tröste die Kinder.
Wische ihre Tränen aus den Augen.
Tröste auch uns mit deiner Liebe. 

Ich bin so hilflos.
Ich habe Angst, um die Menschen im Kriegsgebiet,
ich habe Angst, vor einem noch größeren Krieg,
ich habe Angst, um die, die ich liebe. 

Herr, wie kann ich helfen?
Wie kann ich trösten? 

Herr, ich bitte dich um Frieden,
ich bete für den Frieden in der Ukraine,
um Frieden in den Kriegsgebieten der Welt. 

Lass mich nicht verzweifeln.
Lass mich an die Hoffnung glauben, dass alles gut wird.
Bleibe bei uns, bleibe bei mir, du mein Gott, des Friedens. 

Von Madeleine Spendier

 

 

4 Antworten auf „Sehenswerte Seen, und eine schreckliche Zeit“

  1. Liebe Susanne, lieber Micha, eine sehr schöne Tour und dabei fast vor der Haustüre..
    und ja, eine schreckliche Zeit, da kann man nur beten und hoffen. Liebe Grüße Ingrid
    …. übrigens, Bad Kreuznach ist auch eine Reise wert!

  2. Ihr Lieben, wieder schöne Tour! Freu mich immer über die Verbindung zu meiner Kindheit. Wenn’s ging, dann machten wir von Wuppertal aus Ausflüge. Nach Holland wg Kaffee und Schokolade, zur Erholung an den Möhnesee uvm.
    Chapeau wg eures Engagements ukrainischen Flüchtlingen Wohnraum anzubieten und die vielen anderen hilfreichen Aktionen die ihr gemeinsam tragt .
    Gute Worte zu dem Krieg in der Ukraine, angemessene Empathie und nicht zuletzt beispielgebendes Tun (… „es gibt nichts Gutes, außer man tut es“).
    Bleibt gesund, zuversichtlich und wie ihr seid!!!!
    Ganz -liche Grüße, Jutta + Mario

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