An Mosel, Rhein und anderen Flüssen mit dem TrauMobil

Flüsse sind etwas ganz besonderes. Sie faszinieren mich immer wieder. Sie strahlen Ruhe aus mit ihrem gleichmäßig dahinfließendem Wasser und das insbesondere wenn die Sonne im leicht kräuselnden Fluß glitzert und sich spiegelt.

Flüsse sind kraftvoll, wenn ich sehe, wie große Containerschiffe und solche mit schwerer Ladung oder auch herrlich weiße Ausflugsschiffe auf ihnen dahingleiten.

Flüsse sind voller Gefahren, wenn die Ufer übertreten und Land, Mensch und Tier überschwemmen mit ihren Wassermassen oder wenn Strudel und Strömungen Menschen in Booten mit sich hinab in die Tiefe reißen.

Ich habe eine achtsame Ehrfurcht vor Flüssen. Ich liebe und bewundere sie. Ich lebe immer gerne in der Nähe von Flüssen; schon als Kind und Jugendliche am Rhein in Wesseling, später in Neuwied, jetzt an der Agger und nahe der Sieg. Genauso wie viele andere Menschen auch, zieht es mich immer wieder an Orte, die an Flüssen liegen, ans Wasser, Quelle des Lebens, einem wichtigen und wunderbaren Element.

Wochenend und Sonnenschein – gibt’s eher noch etwas selten in dieser winterlichen Zeit.  Doch das stört und hindert uns nicht daran, an unseren freien Wochenenden trotzdem  kleine Kurztrips zu unternehmen. Meist schwingen wir uns schon am Freitag nach meiner Arbeit ins TrauMobil und los gehts. Diesmal  erkunden wir die Orte und Städte an den Flüssen in unserer Nähe. Es sind fast kleine Kurzurlaube mit vielen Eindrücken, Sehenswürdigem und immer mit viel Freude am gemeinsamen Entdecken mit und in unserem TrauMobil. Viel Freude beim Lesen und Schauen der Fotos.

Entlang der Mosel fahren wir bewusst an den Landstraßen, so können wir dem Flußlauf fogen und einige nette kleine Städte besichtigen. Schöne Stellplätze gibt es hier etliche, das Preis-Leistungsverhältnis ist gut, immer gibt es tolle Wander- und Radwege (blöd nur, dass wir hier unsere Räder vergessen hatten mitzunehmen).

Ein Stopp ist an der Mosel in Brauneberg mit tollem Platz an den Weinbergen und Blick auf den Fluß. Es folgt ein abendlicher Rundgang durch den kleinen Ort und einem späten Kaffee in der einzigen offenen Bäckerei, dies allerdings nur draußen.

Da wir die Räder nicht dabei hatten und die Busse streikten, fuhren wir tags darauf weiter nach Bernkastel-Kues, dem zweigeteilten Ort mit die Brücke über die Mosel. Bernkastel, mit der schönen Altstadt und den verwinkelten kleinen Gassen ist allemale sehenswerter, als der neuere größere Stadtteil Kues auf der anderen Seite. Der Bär ist Wahrzeichen und auch auf dem Stadtwappen zu sehen.

Hier lassen wir nun die Bilder sprechen:

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Weiter nördlich entlang der sich kurvenreich schlängelnden Mosel halten wir dann auf der gegenüberliegenden Seite von Zell auf einem ebenso tollen Stellplatz, direkt mit Blick auf die Mosel. Bei leichtem Nieselregen spazieren wir über die Fußgängerbrücke in den Ort, der ziemlich einsam und verlassen auf uns wirkt. Ob es in Rheinland-Pfalz noch coronabedingt schwierig ist, die Läden und Cafés zu öffnen, können wir nicht herausfinden. Der Ort mit den am Ufer stehenden Häusern ist sehr langgestreckt. Den “Collis-Turm” in den Weinbergen möchten wir im Regen nicht so gerne erklimmen. Hier sind selbst die vielen Weinlokale noch geschlossen (aber die hätten wir eh nicht besucht).  Am Wahrzeichen “Schwarze-Katz”-Brunnen und an anderen Skulpturen vorbei gelangen wir über die andere Brücke wieder zurück zum Stellplatz und haben eine weitere ruhige Nacht an der Mosel.

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Nach der Moseltour treibt es uns kurz noch in ein paar Eifeldörfer. Wir fahren auf Bundes- und Landstraßen, denn Micha liebt diese kurvenreichen Strecken. 🙂 Bei Bad Bertrich entdecken wir die “Elfengrotte” am kleinen Wasserfall. Es waren jedoch darin keine Feen und Elfen, sondern der Name zeugt von der “Elften” (11.) Mühle dieser Gegend und in der Grotte wurde früher Käse gelagert, weil es dort schön kühl war.

Im Ort Heimbach an der Rur ist verhältnismäßig viel los. Das liegt sicher an der schönen roten Burg Hengebach, von der aus man einen herrlichen Blick über die Stadt und in die Eifel hat und hier sind alle Cafes und Restaurants geöffnet. Das lockt natürlich die Touristen an. Der Ort bietet noch weitere schöne Sehenswürdigkeiten und lohnt irgendwann mal wieder für einen erneuten Besuch.

Der Rhein, viele Male besungen und berühmt durch seine tollen Burgen und Schlösser; er wird liebevoll “Vater Rhein” genannt und seine Städte und Orte die nahe an seinen Ufern erbaut sind, erfreuen und interessieren mich immer wieder.

Da ist es doch logisch, dass wir uns nun mit dem TrauMobil an diesen großen Fluss begeben. Wir kommen am Hunsrück vorbei und dann geht’s stark bergab Richtung Oberwesel. Die Straßen durch den Ort sind sehr schmal, aber endlich haben wir den Blick auf den derzeit ziemich hohen Rheinpegel. Die schöne “Burg Pfalzgrafenstein” inmitten auf der kleinen Insel zwischen Oberwesel und Kaub ist auch vom Hochwasser betroffen. Nach einer Weile kommen wir in Bingen am Rhein an und finden auf dem kleinen Campingplatz nahe der ehemaligen Hindenburg Brücke, bzw deren Resten einen schönen Platz mit Blick auf den Rhein.

Mit unseren Rädern erkunden wir die Stadt Bingen noch am selben, sowie am darauffolgendenTag. Wir radeln bis zum Rhein-Nahe Eck und entdecken auch hier interessante Bauwerke. Am schönen Rheinufer-Park erklimmen wir den alten stillgelegten Schiffskran, bestaunen das ehemalige Zollhaus, schauen rüber zum Ort Rüdesheim, welcher in Hessen liegt, wir befinden uns aber in Rheinland-Pfalz.  Der Rhein bildet hier die Grenze. Das Wahrzeichen der Stadt Bingen ist der auf einer Mini Insel befindliche “Binger-Mäuseturm”. Er wirkt inmitten dieses Hochwassers jetzt wirklich sehr mäusemäßig klein. Es gibt eine nette und interessante Sage zu diesem Turm. Irgendwann unterwegs bin ich wohl in einen kleinen Nagel gefahren und mein Hinterrad ist im Nu platt. Zum Glück hab ich so einen tollen Mann, denn Micha flickt ihn mir rasch und bald können wir wieder weiter radeln.

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Ein wundervolles Bild vom Rhein im Nebel zeigt sich uns am folgenden Morgen und trotz der klirrenden Kälte, dem frostigen Reif auf der Wiese und ein paar wenigen Eiszapfen am TrauMobil, wissen wir, dass es ein schöner sonniger Tag werden wird. Zurück an der B 9 entlang halten wir an mehreren Orten und wie oben schon beschrieben, bestaunen wir die vielen Burgen. Um hier nur einige zu nennen: “Burg Stahleck” und “Ruine Wernerkaplle” in Bacharach, “Burg Katz” und “Burg Maus” bei St. Goarshausen, die “Marksburg” bei Braubach. In Boppard wollen wir mit der Fähre übersetzen, doch die ist so klein und schmal und uns ist das zu riskant unser TrauMobil darauf zufahren, falls es überhaupt erlaubt war. Also noch weiter auf der B 9 bis Koblenz, dort überqueren wir zuerst die Mosel und schließlich den Rhein.

Auf der anderen Rheinseite fahren wir ein kleines Stückchen wieder zurück und gelangen schließlich an die Lahnmündung. Hier bei Lahnstein mit Aussicht auf die “Burg Lahneck” radeln wir noch eine Weile entlang der Lahn, bis es uns zu frisch und zu dunkel wird.

Über die B 42 durch unsere ehemalige Wohnstadt Neuwied und weiter am Rhein durch Linz und andere nette Orte, die an diesem Fluss liegen, fahren wir im Dunkeln zurück nach Troisdorf. Hier angekommen, erinnere ich mich noch gerne an das schöne Wochenende und freue mich schon auf das nächste mit unserem TrauMobil. Wohin es uns auch immer fahren wird, wir werden es genießen. Passt gut auf euch auf und genießt das Leben.

Eure SuMi mit dem treuen TrauMobil

 

 

4 Antworten auf „An Mosel, Rhein und anderen Flüssen mit dem TrauMobil“

  1. Hallo Susanne und Micha, eine sehr schöne Tour. Ich empfehle euch mal den Begriff”Traumpfade” und Traum-Schleife” zu googeln. Hier findet ihr wunderschöne Rundtouren in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden in Rheinland Pfalz.
    Liebe Grüße Ingrid

    1. Hallo Ihr beiden.
      Danke für den Tipp. Ja, das hatte ich bei Google auch gesehen, dass da Traumpfade sind. Bei uns ist derzeit meist die Zeit zu knapp und gerade zickt mein Knie nach einer Weile, daher muss ich nach längerem Laufen aufhören und das Radeln klappt auch nicht immer so gut bergan, ohne E-Bike. LG Susanne

  2. Immer wieder spannend eure Reiseberichte zu lesen, und
    die schönen Photos dazu.
    Wünsche euch beiden Susanne und Michael weiterhin eine
    Wunderbar Zeit herzlich Romy

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