Unsere persönliche Tour im „Drei-Länder-Eck“!

Wie bereits im letzten Blog angekündigt, geht es noch weiter in die Berge oder wie wir an einer Raststätte gelesen haben, ins „Heidiland“. Ziegen gibt’s hier auf der Alm und in den Schweizer Bergen tatsächlich einige… den Peter und die Heidi haben wir allerdings nicht getroffen.

Dafür aber den Andreas und die Erika. Ganz oben in der Schweiz bei den Glarner Bergen, in der Nähe von Glarus, nämlich in Mollis wohnt Michaels älterer Bruder samt Frau Erika. Wir statten ihnen einen Besuch in ihrem kleinen Dorf zwischen den Bergen ab.

Andreas schauen wir an einem Tag bei seinem Auftritt im Nachbarort zu, wo er zusammen mit seinen Schülern auf der Bühne irische Volkslieder instrumental erklingen lässt. Wir klatschen trotz Dauerregen unter unserem Schirm im Takt zu den schönen und fröhlich klingenden Liedern, gespielt mit Flöten, Violinen, Trommel und Gitarre.

Auch Erika besuchen wir während eines Regentages in ihrem kleinen Schneiderladen „laissezfaire“ in Glarus und bestaunen ihre vielen bunten Stoffe und hübschen genähten Kleidungsstücke. Vorher stapfen wir zusammen mit Andreas mit Kapuzen, Regenschirm und Gummistiefeln zum Bioladen und zur Markthalle,  in der wir je eine köstlich warme Süßkartoffelsuppe löffeln. Brr, welch‘ ein ungemütlich graues Wetter.

Bei einem herrlich reichhaltigem und köstlichem Sonntags-Brunch, zu dem auch alle vier erwachsenen Söhne samt der kleinen Enkelin aus ihren Neben-Orten angereist sind, dürfen wir es uns schmecken lassen. Hier berichten wir von unseren bisherigen Reiseerlebnissen und erfahren Neuigkeiten und Informatives der Deutsch-Schweizerischen Familie. Es ist eine Freude hier alle einmal wieder zu sehen.

An einem regenfreien Tag radeln wir beide zum Walensee und rasten im kleinen Ort Weesen. Wir staunen über das herrlich klare Gewässer, sowie die schneebedeckten Gipfelberge um ihn herum.

Auf der Recherche nach einer Autowerkstatt haben wir Glück und vereinbaren einen Termin zur anstehenden Inspektion unseres TrauMobils. Da das in der Schweiz viel zu teuer gewesen wäre, rät uns Andreas dies in Deutschland machen zu lassen. So verlassen wir Mollis und verabschieden uns mit einem herzlichen Dankeschön an Andreas und Erika.

An einem Sonnentag fahren wir weiter nach Deutschland. Tatsächlich ist die Stadt Konstanz am Bodensee nur knapp 1,5 Std. entfernt. Da bis zum Inspektionstermin noch zwei Tage Zeit sind (Andreas und Erika haben berufliche und andere Termine, weshalb wir nun schon abfahren), nutzen wir das sonnige Wetter und besichtigen die Stadt. Konstanz ist wirklich eine schöne, saubere radfahrerfreundliche Stadt am Bodensee. Überall gibt es extra Radfahrer-Straßen und herrlich breite Radwege entlang am Bodensee und innerhalb der Stadt.

In der Altstadt locken viele alte gut erhaltene oder restaurierte Gebäude zum Anschauen und Fotografieren. Und da die Sonne so nett scheint freuen wir uns, einmal wieder in eine „richtige“ Eisdiele gehen zu können; womöglich dies nun für eine längere Zeit, denn wir haben festgestellt, dass selbst in Italien zwar das Eis gut schmeckt, aber es längst nicht so viele verschiedene Sorten gibt. Vor allem aber gibt es in den anderen Ländern nicht die für uns typischen kreativen Eisbecher, z.B. den Walnussbecher mit Karamellsoße oder den Erdbeerbecher mit drei Kugeln Eis nach Wahl, frischen Erdbeeren und Sahnehaube oder Eiskaffee… Solcherlei Eiscafés gibt es tatsächlich nur in Deutschland bestätigt uns auch der italienische Inhaber. Nun ja, andere Länder, andere Geschmäcker…wir werden es überleben. 😊

Nach einem wunderschönen Relax- und Entspannungstag in der Bodensee-Therme mit Blick auf den selbigen und einem erfolgreichen Ergebnis der Inspektion fahren wir weiter – ins Fürstentum Liechtenstein.

In der Hauptstadt Vaduz, direkt hinter der Schweizer Grenze, treffen wir kaum eine einheimische Person aus Liechtenstein an. Etliche Reisebusse gefüllt mit einer gefühlten Million Chinesen sind schon vor uns eingetroffen und es wimmelt in den Straßen, kleinen Gassen, Läden, Restaurants und auf den Wanderwegen von ihnen und wir hören fast nur chinesisch sprechende Menschen um uns.

Selbst im Souvenirladen, in dem wir drei Postkarten samt teuren Briefmarken erstehen, reden sogar die chinesischen Verkäufer mit ihren ehemaligen Landsleuten in deren Sprache, obwohl eigentlich hier deutsch die Landessprache ist.

Dennoch genießen wir den Aufstieg durch den mit Bärlauch übersäten Waldweg zum Schloss Vaduz in herrlichem Sonnenschein. Man kann es nicht von innen besichtigen, denn die Fürstenfamilie lebt und wohnt darin. Aber von oben haben wir einen tollen Blick auf Vaduz und die dahinter befindlichen Schweizer Berge, die fast alle weit über die 2.000m Höhe erreichen.

Mit unseren Rädern fahren wir auf einem schönen Radweg entlang am Rhein.

„Mim Rad om Rhing, es fast wie dohem, mer süht nur nit dä Dom, äver Berje.“ 😉

Wir kommen auch an einem Bio-Bauernhof vorbei, der einen Hofladen hat und kaufen aus dessen eigener Herstellung frischen Jogurt. Das Mitteldorf mit einigen sehr alten und schmucken Häusern als historischen Dorfteil von Vaduz finden wir nicht so atemberaubend, wie uns die Dame am Tourist-Info vorschwärmt. Lustig jedoch ist der Name des Restaurants der Hofkellerei des Fürsten von Liechtenstein. Wir stellen uns vor, wie die Gäste nach dem Verzehr der Speisen und dem Genuss des Weines tatsächlich hinaus torkeln.

Jetzt wird es Zeit für eine wärmere Gegend, denn der Mai hat sich bis jetzt nicht von seiner besten Seite gezeigt. Auf dem Weg zurück nach Italien müssen wir noch einmal durch die hohen Schweizer Berge und durch den Bernardino – Tunnel. Als wir wieder herauskommen schlägt das mild-sonnige Wetter von Liechtenstein um in eine kühle, nebelgraue, wolkenverhangene Regen- und Schneeberg-Landschaft. So hatten wir uns das nicht vorgestellt.

Da sind wir gespannt, was uns in Italien noch so alles erwarten wird – vom Wetter und überhaupt. Davon könnt Ihr dann gerne im nächsten Blog von uns wieder lesen.

PS: Wir haben selbstverständlich Briefwahl gemacht und natürlich für Europa gestimmt, sonst wäre unsere Europa-Reise ja auch ein Witz. Und wir setzten das als Zeichen.

Beste Grüße von SuMi aus dem TrauMobil.

4 Antworten auf „Unsere persönliche Tour im „Drei-Länder-Eck“!“

  1. Liebe Susanne, Lieber Michael,
    Nun bin auch ich wieder gut und wohlbehalten in der Schweiz angekommen. In England hatten wir wolkenloses Wetter, nur Sonne , Meer und natürlich viel Wind 😉
    Danke nochmals für Euren Besuch, es hat uns sehr gefreut! Ich hoffe, ihr werdet nun bald in eine wärmere Gegend kommen. Bei uns ist es auch heute noch sehr regnerisch und trüb und kalt.

    Übrigens das farbige Haus, mit Boutique und Café auf dem Weg nach Lichtenstein, ist von Hundertwasser!
    Ganz gute Weiterreise wünsche ich Euch und viele tolle Erlebnisse und Eindrücke.!
    Herzliche Grüsse
    Erika

  2. Vergeblich – Umsonst – Schade …

    Liebe Susanne, lieber Michael,
    wir haben Euch überall gesucht aber nicht gefunden, obwohl Euer TrauMobil wirklich ein Hingucker und unübersehbar ist.

    Wir waren zwei Wochen in Locarno, Tessin. Viele Jahre schon sind wir regelmäßig im Tessin. Anneroses Nicht hat in Locarno eine Ferienwohnung und da können wir sehr preiswert wohnen. Eine meiner Cousinen wohnt ebenfalls in Locarno. Allerdings zum Essen nehmen wir alles aus Deutschland mit, es ist einfach alles viel zu teuer (selbst die Schokolade nehmen wir mit).
    Ausflüge an den Luganer See, Lugano, Monte Bree, Salvatore, verbunden mit großen Wanderungen. Auch Wanderungen im Maggiatal. Bellinzona, der Dom, die Burgen sind uns ebenfalls nicht unbekannt.
    Liechtenstein mit Vaduz wohl bekannt (dort hatten wir einmal drei Stundenlang meine Eltern gesucht, die sich in Vaduz verlaufen hatten).
    Wir haben viel erlebt und gesehen, aber Euch haben wir leider verfehlt. Wir hatten sehr schönes Wetter und konnten jeden Tag großartige Wanderungen unternehmen

    Wir hoffen, dass Euer Deutschland-Gesundheits-Besuch so verlaufen ist, dass Ihr wieder fröhlich und gespannt Eure Reise fortsetzten könnt – mit viel Sonnenschein und Mutmachende Begegnungen.
    Es grüßen Euch herzlich
    Annerose und Wolfgang

    1. Verpasst!
      Oh das ist ja echt schade. Nun haben wir unser TrauMobil schon so weit sichtbar „geschmückt“, und Ihr habt uns dennoch nicht entdeckt. 😉 Na ja, wir geben ja auch ein recht rasantes Tempo vor. Unsere Gesundheit ist soweit nicht zu beklagen und wir geniessen die weiteren Reiseerlebnisse. Besten Dank für Eure Wünsche und ganz liebe Grüße von SuMi

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